Chronik und Satzung

20. Januar 1962:

Gründung

im Gasthof Stern, Kirchstraße, Veitshöchheim von Hermann Stelzner im Beisein von 14 weiteren Veitshöchheimer Anglern.

 

                        Hermann Stelzner, der die Federführung an diesem

                        denkwürdigen Abend übernahm, bekleidete von

                        1962 bis 1971 das Ehrenamt des ersten Vorstandes.

 

Von den damaligen Gründungsmitgliedern weilt leider nur noch Ehrenmitglied Horst Porzelt unter uns.

Der Verein hat zurzeit mit Karlheinz Marschhäuser und Heinz Schreitmüller noch zwei weitere Ehrenmitglieder.

Chronik des Anglerverein Veitshöchheim

02. Februar 1962: 

Abstimmung einer Vereinssatzung auf                             gemeinnütziger Basis

19. Februar 1962: 

Eintrag im Würzburger Vereinsregister, damals noch als "Sportanglerverein Veitshöchheim und Umgebung e.V."

Die Die ersten Jahre wurde noch vorwiegend am Main gefischt, denn es konnte noch kein vereinseigenes Gewässer gepachtet werden.

Ein Angel Tag am Main in den 1960er Jahren

Erstes Veitshöchheimer Makrelenfest

20. Juli 1962:

Das erste Makrelenfest fand damals noch auf dem Veit-Dennert-Gelände in Veitshöchheim statt.

Der Steckerlfisch wurde damals mit überschaubaren 12,5 Kg Holzkohle gegrillt, über die Jahre ist diese Menge auf das über einhundertfache angestiegen.

Damals wie heute kommen die erzielten Umsätze ausschließlich dem Anglerverein zugute und werden für Unterhaltungs- oder Besatzmaßnahmen, aber auch für die Vereins- und Jugendarbeit eingesetzt.

Aufnahmen vom Makrelenfest 1962, 2018 und 2022 (von links nach rechts)

1963: Gründung der Jugendgruppe

Die Jugendgruppe nahm seit ihrer Gründung an diversen Wettkämpfen teil, erreichte unter anderem mit Junganglerkollegen des Fischereiverband Unterfrankens 1977 die bayerische und die deutsche Meisterschaft im Wettfischen.

Gleichfalls werden seither regelmäßig (Angel-)Ausflüge und Zeltlager durchgeführt.

1965 wird die ehemalige Kiesgrube durch den Verein gepachtet. Der damals noch bestehende Zugang zum Main wurde durch die Mitglieder unter engagiertem Arbeitseinsatz geschlossen, sodass der "große See" als Angelgewässer entstanden ist.

Pacht des großen Sees

Zum ersten Mai jedes Jahres findet ein Anangeln statt. Traditionell wird derjenige zum König gekrönt, der es schafft, an diesem Tag den schwersten Fisch zu fangen.

1971: Willi Blume löst Hermann Stelzner als ersten Vorstand ab.

1976: Egon Adelmann wird erster Vorstand. Er wird das Amt über 20 Jahre innehalten. 

Erwerb des kleinen Sees

 

1977 kaufen Egon Adelmann und seine Vorstandschaft kaufen den direkt zur Kiesgrube angrenzenden "kleinen See". Somit stehen dem Anglerverein 1977 rund vier Hektar Areal zur Verfügung. Der kleine See wird bis in die 2020er Jahre noch zweimal unter erheblichen Arbeiten vergrößert bzw. erweitert werden, um seine jetzige Form und Größe zu erhalten.

 

1988 erfolgt die erste der zwei Erweiterungen mit dem Ausbaggern der Uferzone, was nur durch die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Veitshöchheim und den Fischereiverband Unterfranken durchgeführt werden konnte.

1995 feierte der Verein sein 35 Jähriges bestehen mit der Ehrung langjähriger Mitglieder.

 

1999 löst Heinz Schreitmüller Egon Adelmann als ersten Vorstand ab und behält sein Amt ebenfalls fast 20 Jahre.

 

2008 wir Heinz Schreitmüller durch Matthias Marschhäuser als ersten Vorstand abgelöst, welcher schon viele Jahre zuvor verschiedene Posten in der Vorstandschaft inne hatte.

 

 

Erwerb des großen Sees

2009 wurde der Große See von Matthias Marschhäuser und Joachim Bund als erster und zweiter Vorstand erworben, sodass der Verein nun beide Seen auch besaß.

 

2011 wurde ein Teil des großen Sees ausgebaggert.

50 Jahre Anglerverein Veitshöchheim

2012 feierte der Verein sein 50 Jähriges Vereins Jubiläum mit seinem Jubiläums Makrelenfest und brach hierbei spielend sämtliche Rekorde der Festhistorie. Kein anders Veitshöchheimer Fest existiert in seiner Struktur so lange, wie unser Makrelenfest.

 Beschreiben wurde der Eindruck vom Fest 2012 so:

Einerseits vor Freude über die Schönheit des pyrotechnischen Zaubers, und weil der mehrtägige Ausnahmezustand und die Anstrengungen, die sich in jedem Gesicht ablesen ließen, nun fast zu Ende waren. Andererseits weil damit ein unvergleichlich schönes Fest zu Ende ging, das durch sein Flair und die schönen Eindrücke in nachhaltiger Erinnerung bei Helfern und Gästen bleiben wird. 

In diesem geschichtsträchtigen 50. Jahr der Makrelenfesthistorie, bei dem sich das Wetter weitestgehend von allerbester Seite zeigte, wurde versucht, den Gästen noch ein wenig mehr zu bieten als "nur" frisch gegrillte Makrelen, Fischbrötchen und kalte Getränke.

Sei es die durchgehende Kaffee- und Kuchentheke, die Hüpfburg und weitere spielerische Aktivitäten für Kinder wie Buttons nach einem Geschmack gestalten, jonglieren, Stelzen laufen sowie das Engagement der Künstlerin Silke Schmitt, die versiert und fantasievoll den ganzen Montagnachmittag und Abend Kindergesichter bemalte, die Vorstellung ihres Einsatzlöschzugs durch die freiwillige Feuerwehr Veitshöchheim, das eingangs erwähnte Abschlussfeuerwerk oder die Schautafeln über 50 Jahre Geschichte des Anglerverein Veitshöchheims und Umgebung e.V. und Makrelenfest, die sogar den einen oder anderen Interessenten bezüglich Vereinsmitgliedschaft hervorbrachten... 

Was es auch war, die Resonanz sowohl bei neuem als auch bei altbewährtem Angebot war in diesem Jahr riesengroß!

 

Bleibt noch die grundsätzliche Frage zu klären, was eigentlich dem "Mythos Makrelenfest" seinen besonderen Reiz verleiht...

Makrelenfest, das bedeutet drei Tage lang eine sanfte Brise nach gegrilltem Steckerlfisch in den Straßen Veitshöchheims, der insbesondere für die am Grill Stehenden noch viele Tage danach - in Haut und Haaren konserviert - so manche feine Nase zum Rümpfen bringt.

Als die letzten Raketen eines fulminanten Feuerwerks am Veitshöchheimer Nachthimmel zerplatzten und damit das 50. Jubiläumsmakrelenfest einen würdigen und zugleich spektakulären Abschluss fand, hatten nicht wenige der zahlreichen Helfer Tränen in den Augen.

Es bedeutet für die Helfer, an jedem Festtag um 7 Uhr morgens eine schier endlose Zahl tief gefrorener Makrelen auszunehmen, was nebenbei bemerkt nichts für zart besaitete Gemüter ist, die Fische im Anschluss zu putzen und zu würzen. Die dabei geführten Unterhaltungen inmitten der kontroversen und markant nach Fisch duftenden Umgebung sind bisweilen legendär und bringen so manche Geschichte über eine Dorade namens Renée, die Maschinenbau studiert, Morgensternschläger am Hofe des Sultans von Kairo ist und ihr Geld mit Tabledance verdient, hervor um nur eine Anekdote zu nennen. Es ist auch wahrscheinlich überflüssig zu erwähnen, dass Meinungsverschiedenheiten, die während des Fische Putzens unter den Beteiligten auftreten, nicht selten -in Anlehnung an den altbekannten Comic-Fischverkäufer Verleihnix- "fischfest" ausgetragen werden.

 

Makrelenfest bedeutet auch, dass man als Helfer von zufriedenen Festbesuchern angesprochen wird, die sich überschwänglich für die ausgezeichneten Makrelen bedanken und für diese bereit sind, Wartezeiten in Kauf zu nehmen, bis auch sie eine der heiß begehrten Fische, in Papier gewickelt, in dem noch das Fett der gerade dem Grill entrissenen Makrelen siedet, in Empfang nehmen dürfen.

 

Makrelenfest heißt, dass jeder Helfer für den anderen einsteht. Kameradschaft und Hilfsbereitschaft sind unter den wenigen Helfern, die teilweise an drei Tagen von 7 Uhr morgens bis spät in die Nacht vor Ort sind und oft ohne Pausen dem Besucherstrom trotzen, unvergleichlich und es macht einfach Freude, ein Teil dieses Teams zu sein. Ein Blick über das aus allen Nähten platzende Festgelände und die vielen jungen und alten Besucher, die sich sichtlich wohl fühlen, sind Dank und Ansporn zugleich. Unnötig zu betonen, dass mit den Erlösen des Festes das Angelgewässer bewirtschaftet werden kann und somit den Anglern ein nachhaltiger Nutzen zuteilwird, der weit über das Fest hinausreicht.

 

Makrelenfest bedeutet auch für manche, sich nicht zu suchen aber dennoch zu finden. Es gibt bestimmt nicht viele Liebespaare, die von sich behaupten können, man habe sich beim Ausnehmen von Makrelen kennen- und lieben gelernt. Und garantiert beruht diese Beziehung auf allem anderen als auf Äußerlichkeiten...

 

Es gibt noch unzählige weitere Eindrücke, Episoden und Anekdoten, die jeder -ob Helfer oder Gast mit dem Makrelenfest verbindet, aber eines ist sicher: 

Das Makrelenfest in Veitshöchheim wird auch im nächsten Jahr wieder eine feste Größe sein

Johannes Merk

"Sehr großer Beliebtheit erfreut sich schon seit einem halben Jahrhundert das Veitshöchheimer Makrelenfest, eines der wenigen reinen Anglerfeste in weitem Umkreis. [...] Seitdem fand es ohne Unterbrechung jährlich am letzten Juliwochenende statt. Kein anderes Veitshöchheimer Fest existiert in seiner Struktur so lange"

Dieter Gürz, Main-Post

2015: Joachim Bund wird zweiter Vorstand, Matthias Marschhäuser unterstützt als 2. Vorstand weiterhin. Es folgt der Erwerb einer Wiese am kleinen See mit rund 2800m².

 

2017: Durchführung und weitere Beantragung der in der Mitgliederversammlung 2017 beschlossenen Sanierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Wassertiefe des großen Sees & zur Vergrößerung des kleinen Sees durch die Fläche der 2015 erworbenen Wiese: Beginn der Errichtung eines zweiten Dammes.

 

2020: COVID-19 Pandemie

Durch die Pandemie und die damit verbundenen Restriktionen wurde auch das Vereinsleben deutlich eingeschränkt. So mussten Jugendzeltlager abgesagt werden, genauso das traditionelle Anageln am 1. Mai und erstmalig auch unser Makrelenfest. Das Abhalten der Jahreshauptversammlung und der Arbeitsdienste wurden ebenso zur Herausforderung, welche dennoch von unserer Vorstandschaft und den Mitgliedern gemeistert werden konnte.

 

2021 wurde ebenfalls maßgeblich von der Pandemie beherrscht. Die Hauptversammlung musste erneut verschoben und das Makrelenfest erneut abgesagt werden. Vereinsaktivitäten wie gewohnt waren wie auch schon das Jahr davor nicht möglich.

2021: Sanierungsmaßnahmen kleiner See

Trotz Corona beginnen die in mehreren Anläufen angestrebten und abgeänderten Sanierungsmaßnahmen mit der Vergrößerung des kleinen Sees durch die 2015 erworbene Wiese. Sie wurden Ende 2021 weitestgehend und erfolgreich abgeschlossen. Der kleine See hat nun seine aktuelle Form erreicht.

2022 flacht die Corona-Pandemie endlich ab und die Rückkehr in ein normales Vereinsleben ist wieder möglich. Aktivitäten und Veranstaltungen können wieder wie gewohnt abgehalten werden. Auch unser Makrelenfest kann nach 2 Jahren Pause nun endlich wieder stattfinden. Das Wetter speilt mit zu heißen Temperaturen nicht mit, sodass erneut eine Debatte über den Festtermin entfacht.

Unsere Jugendgruppe freut sich über auffällig viel Zuwachs nach der Corona-Pandemie. Zeltlager und Veranstaltungen erfahren besonders großen Zuspruch und Interesse.

 

2023 hat sich die Corona Lage normalisiert, sodass zahlreiche Events, Termine und Feste geplant sind. 

Diese sind unter Termine einsehbar.

Pressemeldungen

Vergangene und aktuelle Pressemeldungen über den Verein

MainPost

Veitshöchheim Blog

"Verein saniert den kleinen See" 

vom 13.11.2020

Autor: Dieter Gürz

Main Post

Weitere Artikel im Veitshöchheim Blog zum Anglerverein gibt es unter #Vereine Angler oder #Vereine Anglerverein.

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